{"id":2364,"date":"2023-02-02T17:43:49","date_gmt":"2023-02-02T17:43:49","guid":{"rendered":"https:\/\/fkg-css.ch\/?p=2364"},"modified":"2023-04-24T19:44:11","modified_gmt":"2023-04-24T19:44:11","slug":"praktikumsplaetze-fuer-bsc-studierendein-den-gesundheitsberufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fkg-css.ch\/de\/aktuelles\/praktikumsplaetze-fuer-bsc-studierendein-den-gesundheitsberufen\/","title":{"rendered":"Praktikumspl\u00e4tze f\u00fcr BSc-Studierende<br>in den Gesundheitsberufen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Verbesserung des Angebots an Praktikumspl\u00e4tzen der BSc-Studieng\u00e4nge im Bereich Gesundheit<\/strong><br><br>F\u00fcr die Fachkonferenz Gesundheit (FKG-CSS) haben folgende Personen an diesem Dokument gearbeitet:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Thomas Bucher, ZHAW<\/li>\n\n\n\n<li>Eva Cignacco-M\u00fcller, BFH<\/li>\n\n\n\n<li>Therese Damke, BFH<\/li>\n\n\n\n<li>Andreas Gerber-Grote, ZHAW<\/li>\n\n\n\n<li>Petra Graf Heule, ZHAW<\/li>\n\n\n\n<li>Maren Kneisner, ZHAW<\/li>\n\n\n\n<li>Barbara Laube, ZHAW<\/li>\n\n\n\n<li>Nicole Markwalder, ZHAW<\/li>\n\n\n\n<li>Laurence Robatto, HES-SO<\/li>\n\n\n\n<li>Mona Schwager, ZHAW<\/li>\n\n\n\n<li>Kathrin Tritten, BFH<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>16. Januar 2023<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Ziel: Ausreichende Zahl an Praktikumspl\u00e4tzen f\u00fcr BSc-Studierende in den Fachhochschul-Gesundheitsberufen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Anlass f\u00fcr dieses Dokument<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Delegation der Berufskonferenz der Hebammen der Fachkonferenz Gesundheit (FKG-CSS) hat sich im Fr\u00fchjahr 2022 mit Vertreter:innen der Gesundheitsdirektor:innen-Konferenz GDK getroffen (Annette Gr\u00fcnig und Michael Jordi), um \u00fcber die aktuelle Notlage bei den Praktikumspl\u00e4tzen zu berichten. Daraus folgte die Anregung, dieses Thema f\u00fcr alle Gesundheitsberufe auf Ebene FKG-CSS zu diskutieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Am 5.7.2022 fand ein Gespr\u00e4ch statt, an dem die Ko-Pr\u00e4sident:innen der FKG-CSS, Andreas Gerber-Grote und Laurence Robatto, zusammen mit Vertreter:innen von GDK, Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) und Schweizerischem Roten Kreuz (SRK) teilgenommen haben. Die GDK wurde \u00fcber die Situation in allen Gesundheitsberufen informiert und hat Bereitschaft signalisiert zu unterst\u00fctzen, wenn die FKG-CSS konkrete Vorschl\u00e4ge liefert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Mit dem vorliegenden Papier legt die FKG-CSS nun eine \u00dcbersicht \u00fcber konkrete Vorschl\u00e4ge vor, welche Massnahmen auf welcher Ebene (Bund, Kantone), in welchen Bereichen (Finanzen, Recht usw.) und \u00fcber welchen Zeitraum zu planen sind. Zudem hat die GDK angeregt zusammenzustellen, welche Praktikumsanteile unverzichtbar sind, um besser explorieren zu k\u00f6nnen, wo es ggf. Abweichungen in L\u00e4nge oder Art der Praktika geben k\u00f6nnte. Es gilt jedoch, Vorgaben f\u00fcr die Akkreditierung sowie internationale Standards zu ber\u00fccksichtigen (z.B. EU-Vorgaben f\u00fcr die Anzahl geleiteter Geburten bei der Hebammenausbildung, Richtlinien internationaler Berufsverb\u00e4nde etc.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ausgangslage<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Schweiz hat ein sehr gut entwickeltes Gesundheits- und Bildungssystem. Um die gesundheitliche Versorgungssicherheit zu gew\u00e4hrleisten, verl\u00e4sst sich die Schweiz seit Jahren auf die Zuwanderung von gut ausgebildeten Fachpersonen aus dem Ausland. Derzeit zeigt sich, dass diese Zuwanderung nachl\u00e4sst. Aus ethischen Erw\u00e4gungen und Gr\u00fcnden der Nachhaltigkeit sowie zur Vermeidung von hoher Abh\u00e4ngigkeit von ausl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4ften ist es angezeigt, dass die Schweiz den Bedarf an Fachpersonal im Gesundheitswesen selbstst\u00e4ndig decken kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit der Akademisierung der Gesundheitsberufe Ergotherapie, Ern\u00e4hrung und Di\u00e4tetik, Hebammen, Physiotherapie, Optometrie, Osteopathie und Pflege sowie der Medizinisch-technischen Radiologie in der Romandie haben sich die BSc-Studieng\u00e4nge an den Fachhochschulen gut etabliert. Die Absolvent:innen werden vom Markt absorbiert; einige Fachhochschulen erh\u00f6hten ihre Studierendenzahlen oder starteten mit neuen Studieng\u00e4ngen (FH OST Physiotherapie seit 2021 oder HES-SO Arc Physiotherapie mit geplantem Start zum Studienjahr 2023-24). Dieser Aufbau st\u00f6sst derzeit jedoch an Kapazit\u00e4tsgrenzen, da Praktikumspl\u00e4tze fehlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem Mangel an Praktikumspl\u00e4tzen muss auf verschiedenen Ebenen durch konkrete Massnahmen begegnet werden. Dieses Dokument schl\u00e4gt konkrete Massnahmen vor zuhanden der GDK und weiterer Gremien auf nationaler und kantonaler Ebene.<br>Diesen konkreten<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diesen konkreten Vorschl\u00e4gen stellen wir einige grundlegende \u00dcberlegungen voran:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1) Die Gesundheitsversorgung muss f\u00fcr die ganze Schweiz gesichert werden. Insofern sind alle Kantone betroffen, auch diejenigen ohne Fachhochschule. Koordinierte und konsentierte L\u00f6sungen sind anzustreben, zumal die einzelnen Fachhochschulen f\u00fcr die Praktika mit mehreren Kantonen kooperieren1. Nur so k\u00f6nnen die Praktikumsver-antwortlichen an den Fachhochschulen gew\u00e4hrleisten, dass die Praktikant:innen in un-terschiedlichen Regionen und Settings verteilt werden und eine gleichwertige Betreu-ung in den Praktika erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2) F\u00fcr die Akkreditierung der Studieng\u00e4nge an den Fachhochschulen w\u00e4re eine Harmo-nisierung sinnvoll, damit das Zusammenspiel von Theorie und Praxis gut funktioniert, das fundamental f\u00fcr die Studieng\u00e4nge ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3) Die Passung der erworbenen Kompetenzen auf die Anforderungen der Arbeitswelt ist durch die bestehenden Praktikumsmodelle optimal gegeben. Eine K\u00fcrzung oder Sub-stitution durch Simulationen h\u00e4tte unmittelbare Auswirkungen auf den Fachkr\u00e4fteman-gel: Die Absolvent:innen w\u00fcrden m\u00f6glicherweise nicht mehr alle Kompetenzen erwer-ben, wenn Praktika gek\u00fcrzt oder durch Simulationen ersetzt w\u00fcrden. Zudem st\u00fcnden bspw. europ\u00e4ische Anerkennungen auf dem Spiel, z.B. bei den Hebammen, f\u00fcr welche die EU die Leitung von 40 Geburten im Laufe der Hebammen-Ausbildung erfordert, oder auch in der Pflege, wo es besonders in der Romandie an Praktikumspl\u00e4tzen man-gelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">4) Eine Harmonisierung der Anforderungen f\u00fcr die Praxisausbildenden von FH-Studie-renden ist w\u00fcnschenswert, da laut GesBG gleichartige Abschlusskompetenzen in der ganzen Schweiz erreicht werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Dokument widmet sich folgender Frage:<br>Was ist zu unternehmen, damit f\u00fcr die Studierenden in den BSc-Studieng\u00e4ngen der Gesundheitsberufe an den Fachhochschulen ausreichend Praktikumspl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung stehen?<br>Die L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge werden im Folgenden nach Bereichen gegliedert.<br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Rechtliche Anpassungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die FKG-CSS hat die Publikation \u00abUmsetzung Pflegeinitiative: Bestandesaufnahme Recht-setzung Kantone\u00bb (221012_Schlussbericht_Umsetzung_Pflegeinitiative_Kantone_BAG.pdf) zur Kenntnis genommen.<br>Aus unserer Sicht gibt dieser Bericht einen \u00dcberblick. Er zeigt auf, dass die Ausbildungsverpflichtungen und die Kriterien zur Finanzierung der Auszubildenden wie auch der Ausbildner:innen sehr heterogen sind und damit keine valide Basis f\u00fcr alle Studieng\u00e4nge im Bereich Gesundheit geben. Hier besteht Handlungsbedarf, m\u00f6glichst gleiche Bedingungen (Ausbildungsverpflichtung und entsprechende Entl\u00f6hnungen der Ausbildner:innen) zu schaffen. Soweit wir wissen, will sich auch das BAG in dieser Hinsicht engagieren, dass sich die Kantone an den Standards dieses Berichts orientieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. Finanzielle Regelungen<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3.1 Begriffe<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Rahmen der finanziellen Regelung sind vier Stellschrauben zu unterscheiden.<br><strong>Ausbildungsentsch\u00e4digung:<\/strong> Dies sind Ausgaben der Betriebe f\u00fcr die Ausbildungsleistung (Ausbildungsfunktion), resp. es ist der Produktivit\u00e4tsausfall von Praxisausbildenden f\u00fcr Leistungen an Patient:innen.<br><strong>Ausbildungsverpflichtung:<\/strong> Die meisten Kantone verpflichten Gesundheitsinstitutionen (Akutspit\u00e4ler) mit \u00f6ffentlichem Leistungsauftrag zur praktischen Ausbildung und \u201ebestrafen\u201c sie finanziell, wenn die erwartete Ausbildungsleistung nicht erbracht wird.<br><strong>Entl\u00f6hnung der Studierenden:<\/strong> Damit ist der Lohn gemeint, welchen Studierende f\u00fcr ihre Arbeit von den Betrieben erhalten. Dies sind Ausgaben der Betriebe.<br><strong>Funktionsbezogene Zusatzentsch\u00e4digung f\u00fcr Praxisausbildende:<\/strong> Je nach Betrieb erhalten Praxisausbildende eine Funktionszulage. Dies sind Ausgaben der Betriebe.<br><strong>Leistungsverg\u00fctung von Studierendenleistung an Patient:innen:<\/strong> Damit ist die Leistungsverg\u00fctung der Arbeit an Patient:innen gemeint, welche durch Studierende erbracht wird. D.h. es sind Einnahmen der Betriebe f\u00fcr die Arbeit der Studierenden an Patient:innen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3.2 Ausbildungsentsch\u00e4digung\/ Ausbildungsverpflichtung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kontext<\/strong><br>Im station\u00e4ren Bereich von Akutspit\u00e4lern fliessen 1% der DRG an die Spit\u00e4ler zur\u00fcck und gehen in einen \u00aballgemeinen Finanztopf\u00bb der Spit\u00e4ler. Die Berechnungsgrundlage ist 300.-CHF\/Woche\/ Studierende und wurde durch H+ vorgegeben. Dies hat sich schweizweit bew\u00e4hrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gelder sind an die Ausbildungsverpflichtung der Spit\u00e4ler gekoppelt. Es gibt jedoch keine Kontingente f\u00fcr die einzelnen Berufe, d.h. ob die Spit\u00e4ler Pflegefachkr\u00e4fte oder Hebammen ausbilden, ist nicht geregelt. Dies f\u00fchrt teilweise zu einer Bevorzugung von Pflegepraktikant:innen gegen\u00fcber Hebammen oder anderen Berufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im ambulanten Bereich, in den Rehakliniken, in den psychiatrischen Kliniken sowie in der Langzeitpflege oder in der Spitex ist die Situation sehr heterogen. So haben einige Kantone die Ausbildungsverpflichtung auf Institutionen der Langzeitpflege oder die Spitex ausgedehnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Beispiele guter Praxis<\/strong><br>F\u00fcr Hebammen bestehen bspw. in den Kantonen Thurgau und St. Gallen Finanzierungsmodelle, die den frei praktizierenden Hebammen in der Rolle als Ausbildner:innen eine Ausbildungsentsch\u00e4digung und den Studierenden eine Entl\u00f6hnung bezahlen. Im Kanton ZH wurde im Fr\u00fchsommer 2022 ein Vorstoss eingereicht, um ein solches Modell umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch im Kanton Bern erhalten die Betriebe von der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion die Ausbildungsentsch\u00e4digung; allerdings besteht dort die Einschr\u00e4nkung, dass die Entsch\u00e4digung nur entrichtet wird, wenn der Praktikumsort und der Bildungsanbieter im Kanton Bern sind. Ausnahme sind Ergotherapie-Pl\u00e4tze, da dieses Studium in der Deutschschweiz nur an der Z\u00fcrcher Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften ZHAW angeboten wird. Praktikumsbetriebe im Kanton Bern erhalten ebenfalls f\u00fcr ihre praktische Ausbildungsleistung in Ergotherapie eine Entsch\u00e4digung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Kantonsrat des Kantons Z\u00fcrich wurde eine \u00fcberparteiliche Motion eingebracht: \u00bbDer Regierungsrat wird aufgefordert, die gesetzlichen Grundlagen f\u00fcr die Abgeltung der ungedeckten Kosten f\u00fcr die Praxisausbildung der nicht-universit\u00e4ren Gesundheitsberufe in Spit\u00e4lern, Institutionen der Langzeitpflege, Spitex und ambulanten Praxen zu schaffen. Dies gilt f\u00fcr die Praxisausbildung aller geregelten und anerkannten Stufen (EBA, EFZ, FH, HF).\u00bb Pia Ackermann (SP, Z\u00fcrich), Mark Wisskirchen (EVP, Kloten), Wilma Willi (Gr\u00fcne, Stadel), Nicole Wyss (AL, Z\u00fcrich), Claudia Hollenstein (GLP, St\u00e4fa). Im Moment ist die Motion nicht bearbeitet, da sie als \u00abnicht dringlich\u00bb eingestuft wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">La suisse romande a instaur\u00e9 en 2005 un dispositif de formation pratique financ\u00e9 par les Cantons constitutifs de la HES-SO. Il permet la r\u00e9mun\u00e9ration des prestations d\u2019encadrement des praticiens formateurs et finance leur formation. Ce dispositif favorise la mobilit\u00e9 intercantonale et a constitu\u00e9 un levier important pour la croissance des effectifs estudiantins dans les professions de sant\u00e9. Il devra \u00e9voluer et int\u00e9grer d\u2019autres mesures car son effet de levier n\u2019est plus suffisant actuellement.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Les \u00e9tudiants en formation (quelle que soit leur fili\u00e8re d\u2019\u00e9tude) re\u00e7oivent une allocation de formation de CHF 300.- pendant 12 mois et pendant les trois ann\u00e9es de formation Bachelor. Il s\u2019agit d\u2019une indemnit\u00e9 relative \u00e0 leur activit\u00e9 lors des stages.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge<\/strong><br>Um eine m\u00f6glichst optimale Auslastung der Praktikumsbetriebe zu gew\u00e4hrleisten und Leerlauf m\u00f6glichst zu vermeiden, ist eine kantonale Harmonisierung der Ausbildungsentsch\u00e4digung anzustreben. Die Ausbildungsverpflichtung ist in allen Kantonen ausnahmslos einzuf\u00fchren, damit gen\u00fcgend Fachkr\u00e4fte ausgebildet werden und die Studierenden in allen Regionen der Schweiz ausgebildet werden k\u00f6nnen. Es ist in der Verantwortung jedes Kantons, f\u00fcr den Fachkr\u00e4ftenachwuchs zielf\u00fchrende und nachhaltige Rahmenbedingungen zu schaffen. Es hat sich gezeigt, dass frisch Diplomierte ihre erste Stelle oft an einem ehemaligen Praktikumsort antreten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Festlegung von Kontingenten pro Gesundheitsberuf:<\/strong> Die Anzahl der Ausbildungspl\u00e4tze f\u00fcr die verschiedenen Professionen ist in der Ausbildungsverpflichtung zu spezifizieren, damit es gen\u00fcgend Fachkr\u00e4fte in allen Professionen gibt.<br><strong>Vergabe von Labels: <\/strong>Fachhochschulen vergeben Ausbildungslabels f\u00fcr Praktikumsinstitutionen \u00e4hnlich einem Label \u00abAkademisches Lehrkrankenhaus\u00bb.<br><strong>Aufbau von Kooperationen der Praxisbetriebe: <\/strong>Die Praxis-Institutionen k\u00f6nnen Kooperationen bilden, um bestimmte Ausbildungsangebote zu b\u00fcndeln und Ressourcen zu sparen (z.B. im Rahmen des Transfercoachings, analog Bereich HF Pflege im Lernbereich Training&amp;Transfer (LTT), einem Angebot, bei dem sich verschiedene Spit\u00e4ler zusammentun, um einen Teil der Ausbildung zwischen Theorie und Praxis f\u00fcr die HF-Auszubildenden an einem Ort umzusetzen, wo sie mit Simulationspatient:innen auf reale Situationen vorbereitet werden).<br>Die <strong>Ausbildungsentsch\u00e4digung<\/strong> muss zwingend f\u00fcr s\u00e4mtliche Versorgungsbereiche gegeben sein \u2013 auch f\u00fcr Rehabilitationskliniken, Langzeitbereiche und die ambulante Versorgung. Allerdings warnen wir dezidiert davor, die Bussen f\u00fcr das Nicht-Einhalten der Ausbildungsverpflichtung auf den gesamten ambulanten Sektor auszuweiten. So sind die Leistungserbringer:innen aller Gesundheitsberufe im ambulanten Bereich aufgrund der tiefen Tarifierung bereits in einer sehr angespannten finanziellen Situation. Zudem entsprechen Kleinbetriebe mit weniger als 300-400 Stellenprozenten f\u00fcr diplomiertes Personal nicht den Anforderungen der Fachhochschulen f\u00fcr die Ausbildung von Studierenden. Die Begleitung, Supervision und \u00dcberwachung der Handlungen von Studierenden k\u00f6nnte nur ungen\u00fcgend gew\u00e4hrleistet werden (Patient:innensicherheit).<br>Eine kantonale Vereinheitlichung der Ausbildungsentsch\u00e4digungen sollte angestrebt werden, damit s\u00e4mtliche Vakanzen von Praktikumspl\u00e4tzen belegt werden k\u00f6nnen. Diese Ausbildungsentsch\u00e4digung soll zuk\u00fcnftig unabh\u00e4ngig vom Kanton des Bildungsanbieters bezahlt werden (betrifft v.a. die Kantone Bern und Wallis).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3.3 Zusatzentsch\u00e4digung Praxisausbildende<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kontext<\/strong><br>Je nach Betrieb erhalten Praxisausbildende eine Zusatzentsch\u00e4digung. Dies hat, resp. h\u00e4tte f\u00fcr alle Praxisausbildenden eine wichtige Bedeutung. Die Praxisausbildenden tragen eine hohe Verantwortung und sind nebst der Ausbildung auch verantwortlich, dass Studierende Leistungen f\u00fcr Patient:innen nach den WZW-Kriterien erbringen und die Patient:innensicherheit jederzeit gew\u00e4hrleistet ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Beispiele guter Praxis<\/strong><br>Die Spitex Z\u00fcrich kennt ein spezifisches Finanzierungsmodell, das auch in anderen Berufen\/Bereichen angewendet werden k\u00f6nnte. Das Modell zeichnet sich u.a. durch folgende Elemente aus; die Details haben wir durch einen telefonischen Austausch mit der Spitex Z\u00fcrich im September 2022 erhalten:<br>\u2022 Die Ausbildung der Pflegenden wird teilweise von der Stadt Z\u00fcrich subventioniert.<br>\u2022 Die Spitex Z\u00fcrich hat eine Ausbildungsverpflichtung und muss gewisse Bildungsleis-tungen erbringen.<br>\u2022 Die Berufsbildner:in und die Studierende bilden ein Tandem und erstellen ihre eigenen Arbeitspl\u00e4ne. Sie suchen sich die Patient:innen gezielt aus, die sie begleiten m\u00f6chten, um den Lernprozess zu f\u00f6rdern.<br>\u2022 Alle Berufsbildner:innen sind sehr gut ausgebildet (mind. SVEB I) und bekommen pro Studierende 20% Stellenprozente pro Woche gutschrieben.<br>\u2022 Die Berufsbildnerinnen sind eine Lohnstufe h\u00f6her eingestuft und damit sehr zufrieden. Sie haben kaum Fluktuation in diesem Bereich.<br>\u2022 Nach einer sorgf\u00e4ltigen Einf\u00fchrung von rund drei Wochen arbeiten die Studierenden allein. Die Vor-\/und Nachbesprechungszeit ist gew\u00e4hrleistet.<br>\u2022 Die Studierenden rechnen die erbrachten Leistungen ab (mit einem Auszubildenden-code). Deshalb k\u00f6nnen die Bildungsverantwortlichen jederzeit einsehen, wie viel die Studierenden produktiv arbeiten.<br><br><strong>L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge<\/strong><br>Die anspruchsvolle Funktion der Praxisausbildenden muss gef\u00f6rdert und entsprechend ihrer Verantwortung entsch\u00e4digt werden. Das Management in den Betrieben ist zu motivieren, entsprechende Lohneinstufungen vorzunehmen und\/oder eine Zusatzentsch\u00e4digung f\u00fcr Praxisausbildende zu bezahlen (auch in Form von Zeitgutschriften). Die Weiterbildung zur Praxisausbildner:in ist zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Praxisausbildenden sollen sich kantonal\/regional vernetzen, um ihre Situationen zu vergleichen und so Optimierungen zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wer hat Einfluss?<\/strong><br>\u2022 Dies liegt in der Verantwortung der Betriebe.<br>\u2022 Die GDK kann die einzelnen kantonalen Gesundheitsdirektionen oder -departemente sensibilisieren. Eventuell besteht die M\u00f6glichkeit, dies in kantonale Vorgaben aufzu-nehmen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3.4 Lohn Studierende<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kontext und Beispiele<\/strong><br>Studierende leisten in ihren Praktika einen Beitrag, dass das Gesundheitssystem nicht kollabiert. Sie werden durch die Betriebe direkt entl\u00f6hnt. Eine Mehrheit der Betriebe h\u00e4lt sich an die Lohnempfehlungen der OdA G ZH z. B. F\u00fcr kleine privatwirtschaftliche Betriebe wie Privatpraxen, die keine Ausbildungsentsch\u00e4digung erhalten, ist die Verg\u00fctung eines Lohnes teilweise schwierig. Schweizweit besteht eine Lohnungleichheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>L\u00f6sungsvorschlag<\/strong><br>In Kliniken soll der Status quo beibehalten werden: Die Vertragsinstitutionen entsch\u00e4digen die Studierenden f\u00fcr ihren Praxiseinsatz direkt.<br>Im ambulanten Sektor besteht Handlungsbedarf: Praxispartnern und Versorgungsbereichen, die keine Ausbildungsentsch\u00e4digung erhalten, muss der Lohn der Studierenden via Subventionen seitens der Kantone verg\u00fctet werden.<br><br><strong>Wer hat Einfluss?<\/strong><br>\u2022 Dies liegt in der Verantwortung der Betriebe.<br>\u2022 Aus unserer Sicht sollte die GDK die Ausbildungsentsch\u00e4digungen im ambulanten Be-reich vorantreiben.<br>\u2022 Die GDK kann die kantonalen GD sensibilisieren, allenfalls gibt es eine M\u00f6glichkeit, Lohnempfehlungen zu harmonisieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3.5 Leistungsverg\u00fctung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kontext und Beispiele<\/strong><br>Im ambulanten Bereich sind Studierende keine abrechnungsberechtigten Leistungserbringer. Da im Krankenversicherungs-Gesetz (KVG) das Delegationsmodell nicht explizit verboten ist, rechnen die Privatpraxen die Studierendenleistungen als Praxisinhaber:innen ab. Damit dies m\u00f6glich ist, braucht es eine engmaschige Begleitung, Supervision und Kontrolle, was mit erheblichem Aufwand verbunden ist.<br><br>Eine parlamentarische Initiative mit dem Ziel, die Abrechenbarkeit von Studierendenleistungen sowie der Ausbildungsentsch\u00e4digung einheitlich einzuf\u00fchren, scheiterte im Jahr 2016. Der Nationalrat nahm die Vorlage knapp an, gescheitert ist die Initiative im St\u00e4nderat, da Ausbildungs-leistungen nicht \u00fcber eine Solidarit\u00e4tsversicherung abgerechnet werden sollen.<br><br><strong>L\u00f6sungsvorschlag<\/strong><br>Mittelfristig muss dieses Thema erneut diskutiert werden. Eine erneute parlamentarische Initiative ist mittelfristig anzustreben und muss schweizweit mit der GDK, den Berufsverb\u00e4nden sowie den Fachhochschulen aufgegleist werden.<br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4. Regelung der Praktika<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kontext und Beispiele<\/strong><br>Die Fachhochschulen m\u00fcssen sicherstellen, dass die Studierenden bis zum Abschluss des Studiums die Kompetenzen gem\u00e4ss GesBG und GesBKV erreichen. Auch internationale Standards gilt es zu ber\u00fccksichtigen: So m\u00fcssen die Hebammen die Leitung von 40 Geburten nachweisen (EU-Richtlinie). Diese Kompetenzen k\u00f6nnen ausschliesslich in einer Geb\u00e4rabteilung im Spital oder Geburtshaus erworben werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die FHs erstellen die Vorgaben f\u00fcr die Praxiseins\u00e4tze (Dauer, Zeitpunkt, Vergabe von ECTS etc.). Die Eins\u00e4tze und deren Einbettung ins Curriculum wurde und wird an den FHs gemeinsam mit Vertreter:innen der Praktikumsbetriebe vorgenommen und optimiert. In den BSc-Studieng\u00e4ngen werden die Praxiseins\u00e4tze \u00fcber das gesamte Kalenderjahr hinweg durchgef\u00fchrt (auch in den Sommermonaten). Dies f\u00fchrt zu einer gleichm\u00e4ssigen Auslastung der Betriebe \u00fcber 52 Wochen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Derzeit werden Praktika bereits in verschiedenen Settings (station\u00e4re und ambulant) sowie in verschiedenen Fachbereichen angeboten. Zum Teil wurden schon neue Berufsfelder akquiriert und eine weitere Ausweitung ist denkbar. Hier muss erm\u00f6glicht werden, dass auch Teilzeitangestellte Praktikant:innen anleiten k\u00f6nnen. Es gilt immer sicher zu stellen, dass die die Studierenden Kompetenzen gem\u00e4ss GesBG und GesBKV erwerben k\u00f6nnen und die Patient:innensicherheit gew\u00e4hrleistet bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge<\/strong><br>Praktika m\u00fcssen in<strong> neuen Arbeitsfeldern\/ Settings und Fachbereichen<\/strong> m\u00f6glich sein, z.B. in der schulbasierten Ergotherapie oder in der Arbeitsintegration (Neurologie\/Psychiatrie\/Orthop\u00e4die). Der Aufbau von neuen Arbeitsfeldern muss sorgf\u00e4ltig mit Praxispartnern und politischen Instanzen gepr\u00fcft und abgestimmt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Privatpraxen und Geburtsh\u00e4user sind in die Ausbildung von Nachwuchskr\u00e4ften einzubinden.<\/strong> Sie erhalten daf\u00fcr analog den Spit\u00e4lern Ausbildungsentsch\u00e4digungen. F\u00fcr Privatpraxen m\u00fcssen neue Praktikumsmodelle entwickelt werden, z.B. absolviert ein Praktikant ein Praktikum an zwei Praktikumsorten im gleichen Fachbereich. So k\u00f6nnen sich zwei Institutionen und Praxisanleiter:innen die Verantwortung teilen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Fachhochschulen verst\u00e4rken gesamtschweizerisch die Koordination<\/strong> untereinander mit den anderen FH bei den Praktikumspl\u00e4tzen. Da gibt es bereits einige Aktivit\u00e4ten, k\u00f6nnten aber sicher ausgebaut werden.<br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Simulationen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kontext<\/strong><br>In vielen Studieng\u00e4ngen sind bereits verschiedene praxis- und realit\u00e4tsnahe Settings umgesetzt. Simulationstrainings \/ Skill-labors k\u00f6nnen dabei sowohl in simulierten wie auch realen Umgebungen und unter Einbindung von Simulationspersonen oder Klient:innen stattfinden. Zu beachten ist, dass diese Unterrichtsformen personal- und kostenintensiv sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Beispiele<\/strong><br>Der Einsatz der Studierenden in einem ambulanten Zentrum, z. B. Thetriz (Therapie- Trainings- und Beratungszentrum) am Departement Gesundheit der ZHAW, kann dabei noch ausgebaut werden, ist jedoch wegen limitierter r\u00e4umlicher und personeller Gegebenheiten nur f\u00fcr wenige Studierende als L\u00f6sung zu betrachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">En Suisse romande, on souhaite \u00e9galement d\u00e9ployer un projet similaire. Il existe, au Qu\u00e9bec des exemples de learning clinic (UQAR) qui sont des lieux de formation et d\u00e9livrent des prestations de soins \u00e0 la population tout en \u00e9tant en phase d\u2019int\u00e9gration dans le syst\u00e8me de sant\u00e9. Cela pourrait \u00eatre des voies inspirantes pour d\u2019autres cantons en Suisse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge<\/strong><br>Alle FHs denken \u00fcber Formen von Simulationen nach. Allerdings m\u00f6chten wir festhalten, dass die Praxismodule die einzige M\u00f6glichkeit sind, s\u00e4mtliche Abschlusskompetenzen zu vermitteln. Eine Substitution von Praktika durch Simulationen stellt f\u00fcr weite Teile keine L\u00f6sungsm\u00f6glichkeit dar und w\u00fcrde dar\u00fcber hinaus die Anerkennung gem\u00e4ss den europ\u00e4ischen Vorgaben in der Pflege gef\u00e4hrden (2300 Stunden direkter Kontakt mit Patient:innen).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Simulationstraining\/ Skill-labor dient als Vorbereitung auf die Praxis und unterst\u00fctzt den Theorie-Praxis-Transfer. Mit der Durchf\u00fchrung von Simulationen k\u00f6nnen keine Praxismodule ersetzt werden. So kann im Studiengang der Hebammen eine Geburt beispielsweise nicht ausschliesslich in der Theorie gelehrt und gelernt oder simuliert werden. Die Kompetenzen f\u00fcr die \u00dcbernahme von Verantwortung f\u00fcr Patient:innen kann ausschliesslich in der Berufswelt\/ den Praktika erworben werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">6. Anzahl und Weiterbildung der Ausbildner:innen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kontext<\/strong><br>Pensionierungswellen f\u00fchren zu Wissensverlust und Personalfluktuationen. Daher ist es relevant, ausreichend Praxisausbildner:innen zu rekrutieren. Als Vorgabe zur Qualit\u00e4tssicherung ist es vorgeschrieben, dass s\u00e4mtliche Praxisausbildende zus\u00e4tzlich zur fachlichen Qualifikation \u00fcber eine spezifische Zusatzausbildung verf\u00fcgen. Derzeit sind die Anforderungen an die Praxisausbildner:innen unterschiedlich in den Studieng\u00e4ngen geregelt. Im Idealfall verf\u00fcgen sie jedoch \u00fcber eine p\u00e4dagogische Zusatzausbildung im Umfang von 300h, SVEB I-Abschluss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>L\u00f6sungsvorschlag<\/strong><br>Damit gen\u00fcgend Fachpersonen f\u00fcr die Lernbegleitung in der freien Praxis rekrutiert werden k\u00f6nnen, k\u00f6nnen die Fachhochschulen Module f\u00fcr die Praxisausbildung verg\u00fcnstigt oder f\u00fcr die Teilnehmenden kostenfrei anbieten. Eine Subventionierung durch die Kantone ist anzudenken, da dies in ihrem Interesse\/ ihrer Verantwortung liegt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">7. Branche und Berufsverb\u00e4nde<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge<\/strong><br>H+ als Arbeitgeberorganisation muss stark eingebunden und in die Pflicht genommen werden. Die Spit\u00e4ler sind auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung und ausreichend Fachpersonal angewiesen. H+ hat eine grosse Verantwortung in diesem Bereich. Ebenso sind s\u00e4mtliche Berufsverb\u00e4nde und -gesellschaften sowie weiteren Organisationen der Arbeitswelt (z.B. odasante.ch; Pflegedirektorenkonferenz) an einen Tisch zu bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Verbesserung des Angebots an Praktikumspl\u00e4tzen der BSc-Studieng\u00e4nge im Bereich Gesundheit F\u00fcr die Fachkonferenz Gesundheit (FKG-CSS) haben folgende Personen an diesem Dokument gearbeitet: 16. Januar 2023 1. Ziel: Ausreichende Zahl an Praktikumspl\u00e4tzen f\u00fcr BSc-Studierende in den Fachhochschul-Gesundheitsberufen Anlass f\u00fcr dieses Dokument Eine Delegation der Berufskonferenz der Hebammen der Fachkonferenz Gesundheit (FKG-CSS) hat sich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":2361,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"off","_et_pb_old_content":"<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Verbesserung des Angebots an Praktikumspl\u00e4tzen der BSc-Studieng\u00e4nge im Bereich Gesundheit<\/strong><br><br>F\u00fcr die Fachkonferenz Gesundheit (FKG-CSS) haben folgende Personen an diesem Dokument gearbeitet:<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:list -->\n<ul><!-- wp:list-item -->\n<li>Thomas Bucher, ZHAW<\/li>\n<!-- \/wp:list-item -->\n\n<!-- wp:list-item -->\n<li>Andreas Gerber-Grote, ZHAW<\/li>\n<!-- \/wp:list-item -->\n\n<!-- wp:list-item -->\n<li>Petra Graf Heule, ZHAW<\/li>\n<!-- \/wp:list-item -->\n\n<!-- wp:list-item -->\n<li>Maren Kneisner, ZHAW<\/li>\n<!-- \/wp:list-item -->\n\n<!-- wp:list-item -->\n<li>Barbara Laube, ZHAW<\/li>\n<!-- \/wp:list-item -->\n\n<!-- wp:list-item -->\n<li>Nicole Markwalder, ZHAW<\/li>\n<!-- \/wp:list-item -->\n\n<!-- wp:list-item -->\n<li>Laurence Robatto, HES-SO<\/li>\n<!-- \/wp:list-item -->\n\n<!-- wp:list-item -->\n<li>Mona Schwager, ZHAW<\/li>\n<!-- \/wp:list-item --><\/ul>\n<!-- \/wp:list -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>16. Januar 2023<\/strong><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Ziel: Ausreichende Zahl an Praktikumspl\u00e4tzen f\u00fcr BSc-Studierende in den Fachhochschul-Gesundheitsberufen<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>Anlass f\u00fcr dieses Dokument<\/strong><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Eine Delegation der Berufskonferenz der Hebammen der Fachkonferenz Gesundheit (FKG-CSS) hat sich im Fr\u00fchjahr 2022 mit Vertreter:innen der Gesundheitsdirektor:innen-Konferenz GDK getroffen (Annette Gr\u00fcnig und Michael Jordi), um \u00fcber die aktuelle Notlage bei den Praktikumspl\u00e4tzen zu berichten. Daraus folgte die Anregung, dieses Thema f\u00fcr alle Gesundheitsberufe auf Ebene FKG-CSS zu diskutieren.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><br>Am 5.7.2022 fand ein Gespr\u00e4ch statt, an dem die Ko-Pr\u00e4sident:innen der FKG-CSS, Andreas Gerber-Grote und Laurence Robatto, zusammen mit Vertreter:innen von GDK, Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) und Schweizerischem Roten Kreuz (SRK) teilgenommen haben. Die GDK wurde \u00fcber die Situation in allen Gesundheitsberufen informiert und hat Bereitschaft signalisiert zu unterst\u00fctzen, wenn die FKG-CSS konkrete Vorschl\u00e4ge liefert.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><br>Mit dem vorliegenden Papier legt die FKG-CSS nun eine \u00dcbersicht \u00fcber konkrete Vorschl\u00e4ge vor, welche Massnahmen auf welcher Ebene (Bund, Kantone), in welchen Bereichen (Finanzen, Recht usw.) und \u00fcber welchen Zeitraum zu planen sind. Zudem hat die GDK angeregt zusammenzustellen, welche Praktikumsanteile unverzichtbar sind, um besser explorieren zu k\u00f6nnen, wo es ggf. Abweichungen in L\u00e4nge oder Art der Praktika geben k\u00f6nnte. Es gilt jedoch, Vorgaben f\u00fcr die Akkreditierung sowie internationale Standards zu ber\u00fccksichtigen (z.B. EU-Vorgaben f\u00fcr die Anzahl geleiteter Geburten bei der Hebammenausbildung, Richtlinien internationaler Berufsverb\u00e4nde etc.).<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>Ausgangslage<\/strong><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Die Schweiz hat ein sehr gut entwickeltes Gesundheits- und Bildungssystem. Um die gesundheitliche Versorgungssicherheit zu gew\u00e4hrleisten, verl\u00e4sst sich die Schweiz seit Jahren auf die Zuwanderung von gut ausgebildeten Fachpersonen aus dem Ausland. Derzeit zeigt sich, dass diese Zuwanderung nachl\u00e4sst. Aus ethischen Erw\u00e4gungen und Gr\u00fcnden der Nachhaltigkeit sowie zur Vermeidung von hoher Abh\u00e4ngigkeit von ausl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4ften ist es angezeigt, dass die Schweiz den Bedarf an Fachpersonal im Gesundheitswesen selbstst\u00e4ndig decken kann.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Seit der Akademisierung der Gesundheitsberufe Ergotherapie, Ern\u00e4hrung und Di\u00e4tetik, Hebammen, Physiotherapie, Optometrie, Osteopathie und Pflege sowie der Medizinisch-technischen Radiologie in der Romandie haben sich die BSc-Studieng\u00e4nge an den Fachhochschulen gut etabliert. Die Absolvent:innen werden vom Markt absorbiert; einige Fachhochschulen erh\u00f6hten ihre Studierendenzahlen oder starteten mit neuen Studieng\u00e4ngen (FH OST Physiotherapie seit 2021 oder HES-SO Arc Physiotherapie mit geplantem Start zum Studienjahr 2023-24). Dieser Aufbau st\u00f6sst derzeit jedoch an Kapazit\u00e4tsgrenzen, da Praktikumspl\u00e4tze fehlen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Dem Mangel an Praktikumspl\u00e4tzen muss auf verschiedenen Ebenen durch konkrete Massnahmen begegnet werden. Dieses Dokument schl\u00e4gt konkrete Massnahmen vor zuhanden der GDK und weiterer Gremien auf nationaler und kantonaler Ebene.<br>Diesen konkreten<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Diesen konkreten Vorschl\u00e4gen stellen wir einige grundlegende \u00dcberlegungen voran:<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>1) Die Gesundheitsversorgung muss f\u00fcr die ganze Schweiz gesichert werden. Insofern sind alle Kantone betroffen, auch diejenigen ohne Fachhochschule. Koordinierte und konsentierte L\u00f6sungen sind anzustreben, zumal die einzelnen Fachhochschulen f\u00fcr die Praktika mit mehreren Kantonen kooperieren1. Nur so k\u00f6nnen die Praktikumsver-antwortlichen an den Fachhochschulen gew\u00e4hrleisten, dass die Praktikant:innen in un-terschiedlichen Regionen und Settings verteilt werden und eine gleichwertige Betreu-ung in den Praktika erhalten.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>2) F\u00fcr die Akkreditierung der Studieng\u00e4nge an den Fachhochschulen w\u00e4re eine Harmo-nisierung sinnvoll, damit das Zusammenspiel von Theorie und Praxis gut funktioniert, das fundamental f\u00fcr die Studieng\u00e4nge ist.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>3) Die Passung der erworbenen Kompetenzen auf die Anforderungen der Arbeitswelt ist durch die bestehenden Praktikumsmodelle optimal gegeben. Eine K\u00fcrzung oder Sub-stitution durch Simulationen h\u00e4tte unmittelbare Auswirkungen auf den Fachkr\u00e4fteman-gel: Die Absolvent:innen w\u00fcrden m\u00f6glicherweise nicht mehr alle Kompetenzen erwer-ben, wenn Praktika gek\u00fcrzt oder durch Simulationen ersetzt w\u00fcrden. Zudem st\u00fcnden bspw. europ\u00e4ische Anerkennungen auf dem Spiel, z.B. bei den Hebammen, f\u00fcr welche die EU die Leitung von 40 Geburten im Laufe der Hebammen-Ausbildung erfordert, oder auch in der Pflege, wo es besonders in der Romandie an Praktikumspl\u00e4tzen man-gelt.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>4) Eine Harmonisierung der Anforderungen f\u00fcr die Praxisausbildenden von FH-Studie-renden ist w\u00fcnschenswert, da laut GesBG gleichartige Abschlusskompetenzen in der ganzen Schweiz erreicht werden m\u00fcssen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Dieses Dokument widmet sich folgender Frage:<br>Was ist zu unternehmen, damit f\u00fcr die Studierenden in den BSc-Studieng\u00e4ngen der Gesundheitsberufe an den Fachhochschulen ausreichend Praktikumspl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung stehen?<br>Die L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge werden im Folgenden nach Bereichen gegliedert.<br><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Rechtliche Anpassungen<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Die FKG-CSS hat die Publikation \u00abUmsetzung Pflegeinitiative: Bestandesaufnahme Recht-setzung Kantone\u00bb (221012_Schlussbericht_Umsetzung_Pflegeinitiative_Kantone_BAG.pdf) zur Kenntnis genommen.<br>Aus unserer Sicht gibt dieser Bericht einen \u00dcberblick. Er zeigt auf, dass die Ausbildungsverpflichtungen und die Kriterien zur Finanzierung der Auszubildenden wie auch der Ausbildner:innen sehr heterogen sind und damit keine valide Basis f\u00fcr alle Studieng\u00e4nge im Bereich Gesundheit geben. Hier besteht Handlungsbedarf, m\u00f6glichst gleiche Bedingungen (Ausbildungsverpflichtung und entsprechende Entl\u00f6hnungen der Ausbildner:innen) zu schaffen. Soweit wir wissen, will sich auch das BAG in dieser Hinsicht engagieren, dass sich die Kantone an den Standards dieses Berichts orientieren.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. Finanzielle Regelungen<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3.1 Begriffe<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Im Rahmen der finanziellen Regelung sind vier Stellschrauben zu unterscheiden.<br><strong>Ausbildungsentsch\u00e4digung:<\/strong> Dies sind Ausgaben der Betriebe f\u00fcr die Ausbildungsleistung (Ausbildungsfunktion), resp. es ist der Produktivit\u00e4tsausfall von Praxisausbildenden f\u00fcr Leistungen an Patient:innen.<br><strong>Ausbildungsverpflichtung:<\/strong> Die meisten Kantone verpflichten Gesundheitsinstitutionen (Akutspit\u00e4ler) mit \u00f6ffentlichem Leistungsauftrag zur praktischen Ausbildung und \u201ebestrafen\u201c sie finanziell, wenn die erwartete Ausbildungsleistung nicht erbracht wird.<br><strong>Entl\u00f6hnung der Studierenden:<\/strong> Damit ist der Lohn gemeint, welchen Studierende f\u00fcr ihre Arbeit von den Betrieben erhalten. Dies sind Ausgaben der Betriebe.<br><strong>Funktionsbezogene Zusatzentsch\u00e4digung f\u00fcr Praxisausbildende:<\/strong> Je nach Betrieb erhalten Praxisausbildende eine Funktionszulage. Dies sind Ausgaben der Betriebe.<br><strong>Leistungsverg\u00fctung von Studierendenleistung an Patient:innen:<\/strong> Damit ist die Leistungsverg\u00fctung der Arbeit an Patient:innen gemeint, welche durch Studierende erbracht wird. D.h. es sind Einnahmen der Betriebe f\u00fcr die Arbeit der Studierenden an Patient:innen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3.2 Ausbildungsentsch\u00e4digung\/ Ausbildungsverpflichtung<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>Kontext<\/strong><br>Im station\u00e4ren Bereich von Akutspit\u00e4lern fliessen 1% der DRG an die Spit\u00e4ler zur\u00fcck und gehen in einen \u00aballgemeinen Finanztopf\u00bb der Spit\u00e4ler. Die Berechnungsgrundlage ist 300.-CHF\/Woche\/ Studierende und wurde durch H+ vorgegeben. Dies hat sich schweizweit bew\u00e4hrt.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Die Gelder sind an die Ausbildungsverpflichtung der Spit\u00e4ler gekoppelt. Es gibt jedoch keine Kontingente f\u00fcr die einzelnen Berufe, d.h. ob die Spit\u00e4ler Pflegefachkr\u00e4fte oder Hebammen ausbilden, ist nicht geregelt. Dies f\u00fchrt teilweise zu einer Bevorzugung von Pflegepraktikant:innen gegen\u00fcber Hebammen oder anderen Berufen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Im ambulanten Bereich, in den Rehakliniken, in den psychiatrischen Kliniken sowie in der Langzeitpflege oder in der Spitex ist die Situation sehr heterogen. So haben einige Kantone die Ausbildungsverpflichtung auf Institutionen der Langzeitpflege oder die Spitex ausgedehnt.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>Beispiele guter Praxis<\/strong><br>F\u00fcr Hebammen bestehen bspw. in den Kantonen Thurgau und St. Gallen Finanzierungsmodelle, die den frei praktizierenden Hebammen in der Rolle als Ausbildner:innen eine Ausbildungsentsch\u00e4digung und den Studierenden eine Entl\u00f6hnung bezahlen. Im Kanton ZH wurde im Fr\u00fchsommer 2022 ein Vorstoss eingereicht, um ein solches Modell umzusetzen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Auch im Kanton Bern erhalten die Betriebe von der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion die Ausbildungsentsch\u00e4digung; allerdings besteht dort die Einschr\u00e4nkung, dass die Entsch\u00e4digung nur entrichtet wird, wenn der Praktikumsort und der Bildungsanbieter im Kanton Bern sind. Ausnahme sind Ergotherapie-Pl\u00e4tze, da dieses Studium in der Deutschschweiz nur an der Z\u00fcrcher Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften ZHAW angeboten wird. Praktikumsbetriebe im Kanton Bern erhalten ebenfalls f\u00fcr ihre praktische Ausbildungsleistung in Ergotherapie eine Entsch\u00e4digung.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Im Kantonsrat des Kantons Z\u00fcrich wurde eine \u00fcberparteiliche Motion eingebracht: \u00bbDer Regierungsrat wird aufgefordert, die gesetzlichen Grundlagen f\u00fcr die Abgeltung der ungedeckten Kosten f\u00fcr die Praxisausbildung der nicht-universit\u00e4ren Gesundheitsberufe in Spit\u00e4lern, Institutionen der Langzeitpflege, Spitex und ambulanten Praxen zu schaffen. Dies gilt f\u00fcr die Praxisausbildung aller geregelten und anerkannten Stufen (EBA, EFZ, FH, HF).\u00bb Pia Ackermann (SP, Z\u00fcrich), Mark Wisskirchen (EVP, Kloten), Wilma Willi (Gr\u00fcne, Stadel), Nicole Wyss (AL, Z\u00fcrich), Claudia Hollenstein (GLP, St\u00e4fa). Im Moment ist die Motion nicht bearbeitet, da sie als \u00abnicht dringlich\u00bb eingestuft wurde.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>La suisse romande a instaur\u00e9 en 2005 un dispositif de formation pratique financ\u00e9 par les Cantons constitutifs de la HES-SO. Il permet la r\u00e9mun\u00e9ration des prestations d\u2019encadrement des praticiens formateurs et finance leur formation. Ce dispositif favorise la mobilit\u00e9 intercantonale et a constitu\u00e9 un levier important pour la croissance des effectifs estudiantins dans les professions de sant\u00e9. Il devra \u00e9voluer et int\u00e9grer d\u2019autres mesures car son effet de levier n\u2019est plus suffisant actuellement.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Les \u00e9tudiants en formation (quelle que soit leur fili\u00e8re d\u2019\u00e9tude) re\u00e7oivent une allocation de formation de CHF 300.- pendant 12 mois et pendant les trois ann\u00e9es de formation Bachelor. Il s\u2019agit d\u2019une indemnit\u00e9 relative \u00e0 leur activit\u00e9 lors des stages.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge<\/strong><br>Um eine m\u00f6glichst optimale Auslastung der Praktikumsbetriebe zu gew\u00e4hrleisten und Leerlauf m\u00f6glichst zu vermeiden, ist eine kantonale Harmonisierung der Ausbildungsentsch\u00e4digung anzustreben. Die Ausbildungsverpflichtung ist in allen Kantonen ausnahmslos einzuf\u00fchren, damit gen\u00fcgend Fachkr\u00e4fte ausgebildet werden und die Studierenden in allen Regionen der Schweiz ausgebildet werden k\u00f6nnen. Es ist in der Verantwortung jedes Kantons, f\u00fcr den Fachkr\u00e4ftenachwuchs zielf\u00fchrende und nachhaltige Rahmenbedingungen zu schaffen. Es hat sich gezeigt, dass frisch Diplomierte ihre erste Stelle oft an einem ehemaligen Praktikumsort antreten.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>Festlegung von Kontingenten pro Gesundheitsberuf:<\/strong> Die Anzahl der Ausbildungspl\u00e4tze f\u00fcr die verschiedenen Professionen ist in der Ausbildungsverpflichtung zu spezifizieren, damit es gen\u00fcgend Fachkr\u00e4fte in allen Professionen gibt.<br><strong>Vergabe von Labels: <\/strong>Fachhochschulen vergeben Ausbildungslabels f\u00fcr Praktikumsinstitutionen \u00e4hnlich einem Label \u00abAkademisches Lehrkrankenhaus\u00bb.<br><strong>Aufbau von Kooperationen der Praxisbetriebe: <\/strong>Die Praxis-Institutionen k\u00f6nnen Kooperationen bilden, um bestimmte Ausbildungsangebote zu b\u00fcndeln und Ressourcen zu sparen (z.B. im Rahmen des Transfercoachings, analog Bereich HF Pflege im Lernbereich Training&amp;Transfer (LTT), einem Angebot, bei dem sich verschiedene Spit\u00e4ler zusammentun, um einen Teil der Ausbildung zwischen Theorie und Praxis f\u00fcr die HF-Auszubildenden an einem Ort umzusetzen, wo sie mit Simulationspatient:innen auf reale Situationen vorbereitet werden).<br>Die <strong>Ausbildungsentsch\u00e4digung<\/strong> muss zwingend f\u00fcr s\u00e4mtliche Versorgungsbereiche gegeben sein \u2013 auch f\u00fcr Rehabilitationskliniken, Langzeitbereiche und die ambulante Versorgung. Allerdings warnen wir dezidiert davor, die Bussen f\u00fcr das Nicht-Einhalten der Ausbildungsverpflichtung auf den gesamten ambulanten Sektor auszuweiten. So sind die Leistungserbringer:innen aller Gesundheitsberufe im ambulanten Bereich aufgrund der tiefen Tarifierung bereits in einer sehr angespannten finanziellen Situation. Zudem entsprechen Kleinbetriebe mit weniger als 300-400 Stellenprozenten f\u00fcr diplomiertes Personal nicht den Anforderungen der Fachhochschulen f\u00fcr die Ausbildung von Studierenden. Die Begleitung, Supervision und \u00dcberwachung der Handlungen von Studierenden k\u00f6nnte nur ungen\u00fcgend gew\u00e4hrleistet werden (Patient:innensicherheit).<br>Eine kantonale Vereinheitlichung der Ausbildungsentsch\u00e4digungen sollte angestrebt werden, damit s\u00e4mtliche Vakanzen von Praktikumspl\u00e4tzen belegt werden k\u00f6nnen. Diese Ausbildungsentsch\u00e4digung soll zuk\u00fcnftig unabh\u00e4ngig vom Kanton des Bildungsanbieters bezahlt werden (betrifft v.a. die Kantone Bern und Wallis).<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3.3 Zusatzentsch\u00e4digung Praxisausbildende<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>Kontext<\/strong><br>Je nach Betrieb erhalten Praxisausbildende eine Zusatzentsch\u00e4digung. Dies hat, resp. h\u00e4tte f\u00fcr alle Praxisausbildenden eine wichtige Bedeutung. Die Praxisausbildenden tragen eine hohe Verantwortung und sind nebst der Ausbildung auch verantwortlich, dass Studierende Leistungen f\u00fcr Patient:innen nach den WZW-Kriterien erbringen und die Patient:innensicherheit jederzeit gew\u00e4hrleistet ist.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>Beispiele guter Praxis<\/strong><br>Die Spitex Z\u00fcrich kennt ein spezifisches Finanzierungsmodell, das auch in anderen Berufen\/Bereichen angewendet werden k\u00f6nnte. Das Modell zeichnet sich u.a. durch folgende Elemente aus; die Details haben wir durch einen telefonischen Austausch mit der Spitex Z\u00fcrich im September 2022 erhalten:<br>\u2022 Die Ausbildung der Pflegenden wird teilweise von der Stadt Z\u00fcrich subventioniert.<br>\u2022 Die Spitex Z\u00fcrich hat eine Ausbildungsverpflichtung und muss gewisse Bildungsleis-tungen erbringen.<br>\u2022 Die Berufsbildner:in und die Studierende bilden ein Tandem und erstellen ihre eigenen Arbeitspl\u00e4ne. Sie suchen sich die Patient:innen gezielt aus, die sie begleiten m\u00f6chten, um den Lernprozess zu f\u00f6rdern.<br>\u2022 Alle Berufsbildner:innen sind sehr gut ausgebildet (mind. SVEB I) und bekommen pro Studierende 20% Stellenprozente pro Woche gutschrieben.<br>\u2022 Die Berufsbildnerinnen sind eine Lohnstufe h\u00f6her eingestuft und damit sehr zufrieden. Sie haben kaum Fluktuation in diesem Bereich.<br>\u2022 Nach einer sorgf\u00e4ltigen Einf\u00fchrung von rund drei Wochen arbeiten die Studierenden allein. Die Vor-\/und Nachbesprechungszeit ist gew\u00e4hrleistet.<br>\u2022 Die Studierenden rechnen die erbrachten Leistungen ab (mit einem Auszubildenden-code). Deshalb k\u00f6nnen die Bildungsverantwortlichen jederzeit einsehen, wie viel die Studierenden produktiv arbeiten.<br><br><strong>L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge<\/strong><br>Die anspruchsvolle Funktion der Praxisausbildenden muss gef\u00f6rdert und entsprechend ihrer Verantwortung entsch\u00e4digt werden. Das Management in den Betrieben ist zu motivieren, entsprechende Lohneinstufungen vorzunehmen und\/oder eine Zusatzentsch\u00e4digung f\u00fcr Praxisausbildende zu bezahlen (auch in Form von Zeitgutschriften). Die Weiterbildung zur Praxisausbildner:in ist zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Die Praxisausbildenden sollen sich kantonal\/regional vernetzen, um ihre Situationen zu vergleichen und so Optimierungen zu entwickeln.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>Wer hat Einfluss?<\/strong><br>\u2022 Dies liegt in der Verantwortung der Betriebe.<br>\u2022 Die GDK kann die einzelnen kantonalen Gesundheitsdirektionen oder -departemente sensibilisieren. Eventuell besteht die M\u00f6glichkeit, dies in kantonale Vorgaben aufzu-nehmen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3.4 Lohn Studierende<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>Kontext und Beispiele<\/strong><br>Studierende leisten in ihren Praktika einen Beitrag, dass das Gesundheitssystem nicht kollabiert. Sie werden durch die Betriebe direkt entl\u00f6hnt. Eine Mehrheit der Betriebe h\u00e4lt sich an die Lohnempfehlungen der OdA G ZH z. B. F\u00fcr kleine privatwirtschaftliche Betriebe wie Privatpraxen, die keine Ausbildungsentsch\u00e4digung erhalten, ist die Verg\u00fctung eines Lohnes teilweise schwierig. Schweizweit besteht eine Lohnungleichheit.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>L\u00f6sungsvorschlag<\/strong><br>In Kliniken soll der Status quo beibehalten werden: Die Vertragsinstitutionen entsch\u00e4digen die Studierenden f\u00fcr ihren Praxiseinsatz direkt.<br>Im ambulanten Sektor besteht Handlungsbedarf: Praxispartnern und Versorgungsbereichen, die keine Ausbildungsentsch\u00e4digung erhalten, muss der Lohn der Studierenden via Subventionen seitens der Kantone verg\u00fctet werden.<br><br><strong>Wer hat Einfluss?<\/strong><br>\u2022 Dies liegt in der Verantwortung der Betriebe.<br>\u2022 Aus unserer Sicht sollte die GDK die Ausbildungsentsch\u00e4digungen im ambulanten Be-reich vorantreiben.<br>\u2022 Die GDK kann die kantonalen GD sensibilisieren, allenfalls gibt es eine M\u00f6glichkeit, Lohnempfehlungen zu harmonisieren.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3.5 Leistungsverg\u00fctung<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>Kontext und Beispiele<\/strong><br>Im ambulanten Bereich sind Studierende keine abrechnungsberechtigten Leistungserbringer. Da im Krankenversicherungs-Gesetz (KVG) das Delegationsmodell nicht explizit verboten ist, rechnen die Privatpraxen die Studierendenleistungen als Praxisinhaber:innen ab. Damit dies m\u00f6glich ist, braucht es eine engmaschige Begleitung, Supervision und Kontrolle, was mit erheblichem Aufwand verbunden ist.<br><br>Eine parlamentarische Initiative mit dem Ziel, die Abrechenbarkeit von Studierendenleistungen sowie der Ausbildungsentsch\u00e4digung einheitlich einzuf\u00fchren, scheiterte im Jahr 2016. Der Nationalrat nahm die Vorlage knapp an, gescheitert ist die Initiative im St\u00e4nderat, da Ausbildungs-leistungen nicht \u00fcber eine Solidarit\u00e4tsversicherung abgerechnet werden sollen.<br><br><strong>L\u00f6sungsvorschlag<\/strong><br>Mittelfristig muss dieses Thema erneut diskutiert werden. Eine erneute parlamentarische Initiative ist mittelfristig anzustreben und muss schweizweit mit der GDK, den Berufsverb\u00e4nden sowie den Fachhochschulen aufgegleist werden.<br><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4. Regelung der Praktika<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>Kontext und Beispiele<\/strong><br>Die Fachhochschulen m\u00fcssen sicherstellen, dass die Studierenden bis zum Abschluss des Studiums die Kompetenzen gem\u00e4ss GesBG und GesBKV erreichen. Auch internationale Standards gilt es zu ber\u00fccksichtigen: So m\u00fcssen die Hebammen die Leitung von 40 Geburten nachweisen (EU-Richtlinie). Diese Kompetenzen k\u00f6nnen ausschliesslich in einer Geb\u00e4rabteilung im Spital oder Geburtshaus erworben werden.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Die FHs erstellen die Vorgaben f\u00fcr die Praxiseins\u00e4tze (Dauer, Zeitpunkt, Vergabe von ECTS etc.). Die Eins\u00e4tze und deren Einbettung ins Curriculum wurde und wird an den FHs gemeinsam mit Vertreter:innen der Praktikumsbetriebe vorgenommen und optimiert. In den BSc-Studieng\u00e4ngen werden die Praxiseins\u00e4tze \u00fcber das gesamte Kalenderjahr hinweg durchgef\u00fchrt (auch in den Sommermonaten). Dies f\u00fchrt zu einer gleichm\u00e4ssigen Auslastung der Betriebe \u00fcber 52 Wochen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Derzeit werden Praktika bereits in verschiedenen Settings (station\u00e4re und ambulant) sowie in verschiedenen Fachbereichen angeboten. Zum Teil wurden schon neue Berufsfelder akquiriert und eine weitere Ausweitung ist denkbar. Hier muss erm\u00f6glicht werden, dass auch Teilzeitangestellte Praktikant:innen anleiten k\u00f6nnen. Es gilt immer sicher zu stellen, dass die die Studierenden Kompetenzen gem\u00e4ss GesBG und GesBKV erwerben k\u00f6nnen und die Patient:innensicherheit gew\u00e4hrleistet bleibt.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge<\/strong><br>Praktika m\u00fcssen in<strong> neuen Arbeitsfeldern\/ Settings und Fachbereichen<\/strong> m\u00f6glich sein, z.B. in der schulbasierten Ergotherapie oder in der Arbeitsintegration (Neurologie\/Psychiatrie\/Orthop\u00e4die). Der Aufbau von neuen Arbeitsfeldern muss sorgf\u00e4ltig mit Praxispartnern und politischen Instanzen gepr\u00fcft und abgestimmt werden.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>Privatpraxen und Geburtsh\u00e4user sind in die Ausbildung von Nachwuchskr\u00e4ften einzubinden.<\/strong> Sie erhalten daf\u00fcr analog den Spit\u00e4lern Ausbildungsentsch\u00e4digungen. F\u00fcr Privatpraxen m\u00fcssen neue Praktikumsmodelle entwickelt werden, z.B. absolviert ein Praktikant ein Praktikum an zwei Praktikumsorten im gleichen Fachbereich. So k\u00f6nnen sich zwei Institutionen und Praxisanleiter:innen die Verantwortung teilen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>Die Fachhochschulen verst\u00e4rken gesamtschweizerisch die Koordination<\/strong> untereinander mit den anderen FH bei den Praktikumspl\u00e4tzen. Da gibt es bereits einige Aktivit\u00e4ten, k\u00f6nnten aber sicher ausgebaut werden.<br><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Simulationen<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>Kontext<\/strong><br>In vielen Studieng\u00e4ngen sind bereits verschiedene praxis- und realit\u00e4tsnahe Settings umgesetzt. Simulationstrainings \/ Skill-labors k\u00f6nnen dabei sowohl in simulierten wie auch realen Umgebungen und unter Einbindung von Simulationspersonen oder Klient:innen stattfinden. Zu beachten ist, dass diese Unterrichtsformen personal- und kostenintensiv sind.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>Beispiele<\/strong><br>Der Einsatz der Studierenden in einem ambulanten Zentrum, z. B. Thetriz (Therapie- Trainings- und Beratungszentrum) am Departement Gesundheit der ZHAW, kann dabei noch ausgebaut werden, ist jedoch wegen limitierter r\u00e4umlicher und personeller Gegebenheiten nur f\u00fcr wenige Studierende als L\u00f6sung zu betrachten.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>En Suisse romande, on souhaite \u00e9galement d\u00e9ployer un projet similaire. Il existe, au Qu\u00e9bec des exemples de learning clinic (UQAR) qui sont des lieux de formation et d\u00e9livrent des prestations de soins \u00e0 la population tout en \u00e9tant en phase d\u2019int\u00e9gration dans le syst\u00e8me de sant\u00e9. Cela pourrait \u00eatre des voies inspirantes pour d\u2019autres cantons en Suisse.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge<\/strong><br>Alle FHs denken \u00fcber Formen von Simulationen nach. Allerdings m\u00f6chten wir festhalten, dass die Praxismodule die einzige M\u00f6glichkeit sind, s\u00e4mtliche Abschlusskompetenzen zu vermitteln. Eine Substitution von Praktika durch Simulationen stellt f\u00fcr weite Teile keine L\u00f6sungsm\u00f6glichkeit dar und w\u00fcrde dar\u00fcber hinaus die Anerkennung gem\u00e4ss den europ\u00e4ischen Vorgaben in der Pflege gef\u00e4hrden (2300 Stunden direkter Kontakt mit Patient:innen).<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Das Simulationstraining\/ Skill-labor dient als Vorbereitung auf die Praxis und unterst\u00fctzt den Theorie-Praxis-Transfer. Mit der Durchf\u00fchrung von Simulationen k\u00f6nnen keine Praxismodule ersetzt werden. So kann im Studiengang der Hebammen eine Geburt beispielsweise nicht ausschliesslich in der Theorie gelehrt und gelernt oder simuliert werden. Die Kompetenzen f\u00fcr die \u00dcbernahme von Verantwortung f\u00fcr Patient:innen kann ausschliesslich in der Berufswelt\/ den Praktika erworben werden.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\">6. Anzahl und Weiterbildung der Ausbildner:innen<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>Kontext<\/strong><br>Pensionierungswellen f\u00fchren zu Wissensverlust und Personalfluktuationen. Daher ist es relevant, ausreichend Praxisausbildner:innen zu rekrutieren. Als Vorgabe zur Qualit\u00e4tssicherung ist es vorgeschrieben, dass s\u00e4mtliche Praxisausbildende zus\u00e4tzlich zur fachlichen Qualifikation \u00fcber eine spezifische Zusatzausbildung verf\u00fcgen. Derzeit sind die Anforderungen an die Praxisausbildner:innen unterschiedlich in den Studieng\u00e4ngen geregelt. Im Idealfall verf\u00fcgen sie jedoch \u00fcber eine p\u00e4dagogische Zusatzausbildung im Umfang von 300h, SVEB I-Abschluss.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>L\u00f6sungsvorschlag<\/strong><br>Damit gen\u00fcgend Fachpersonen f\u00fcr die Lernbegleitung in der freien Praxis rekrutiert werden k\u00f6nnen, k\u00f6nnen die Fachhochschulen Module f\u00fcr die Praxisausbildung verg\u00fcnstigt oder f\u00fcr die Teilnehmenden kostenfrei anbieten. Eine Subventionierung durch die Kantone ist anzudenken, da dies in ihrem Interesse\/ ihrer Verantwortung liegt.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\">7. Branche und Berufsverb\u00e4nde<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge<\/strong><br>H+ als Arbeitgeberorganisation muss stark eingebunden und in die Pflicht genommen werden. Die Spit\u00e4ler sind auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung und ausreichend Fachpersonal angewiesen. H+ hat eine grosse Verantwortung in diesem Bereich. Ebenso sind s\u00e4mtliche Berufsverb\u00e4nde und -gesellschaften sowie weiteren Organisationen der Arbeitswelt (z.B. odasante.ch; Pflegedirektorenkonferenz) an einen Tisch zu<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->","_et_gb_content_width":"","inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[59],"tags":[],"class_list":["post-2364","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles"],"aioseo_notices":[],"aioseo_head":"\n\t\t<!-- All in One SEO 4.9.8 - aioseo.com -->\n\t<meta name=\"description\" content=\"Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Verbesserung des Angebots an Praktikumspl\u00e4tzen der BSc-Studieng\u00e4nge im Bereich Gesundheit F\u00fcr die Fachkonferenz Gesundheit (FKG-CSS) haben folgende Personen an diesem Dokument gearbeitet: Thomas Bucher, ZHAW Eva Cignacco-M\u00fcller, BFH Therese Damke, BFH Andreas Gerber-Grote, ZHAW Petra Graf Heule, ZHAW Maren Kneisner, ZHAW Barbara Laube, ZHAW Nicole Markwalder, ZHAW Laurence Robatto, HES-SO Mona Schwager,\" \/>\n\t<meta name=\"robots\" content=\"max-image-preview:large\" \/>\n\t<meta name=\"author\" content=\"Com&#039;Octopus\"\/>\n\t<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/fkg-css.ch\/de\/aktuelles\/praktikumsplaetze-fuer-bsc-studierendein-den-gesundheitsberufen\/\" \/>\n\t<meta name=\"generator\" content=\"All in One SEO (AIOSEO) 4.9.8\" \/>\n\t\t<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n\t\t<meta property=\"og:site_name\" content=\"FKG-CSS - 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